Die Lernwerft ist die erste Schule in Kiel, die auf dem Prinzip des Club of Rome aufbaut. Auf Basis internationaler Erkenntnisse und Erfahrungen wurde das unterrichtlich-pädagogische Club of Rome-Konzept entwickelt, das z.B. die Würde des Individuums, das friedliche und sich gegenseitig befruchtende Zusammenleben der Kulturen, den Schutz der Umwelt und die Verantwortung des Einzelnen für sein Handeln beinhaltet.
Initiator der Lernwerft ist die Bildungsstiftung Schleswig-Holstein – ein Zusammenschluss von Vertretern aus Wirtschaft, Universität und Schule – deren Förderziel u. a. eine zukunftsorientierte Bildung ist und die innerhalb und außerhalb der bestehenden Schulen nach neuen pädagogischen Wegen sucht.

„Jedes Kind hat seinen Entwicklungsweg, braucht zur Ausbildung und Gestaltung seiner Kompetenzen Zeit – individuelle Lebenszeit! Es verdient den Respekt und die Achtsamkeit der Erzieher, aber auch deren Handlungssicherheit.“ aus dem Kindergartenkonzept der Lernwerft.
Wir sind uns bewusst, dass die individuelle Entwicklung der Kinder sehr unterschiedlich verläuft und sind zutiefst davon überzeugt, dass man ihnen den notwendigen Entwicklungszeitraum gewähren muss.
Bei unserer pädagogischen Arbeit steht die individuelle Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt. In der Lernwerft wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, damit die Kinder und Jugendliche sich zu selbstbewussten und sozialen Persönlichkeiten entwickeln können, sich mit Freude und Zuversicht neuen Aufgaben und Anforderungen stellen und eigene Schwächen und Stärken einordnen können. Sie sollen die Möglichkeit haben, eigene Interessen zu entwickeln, zu vertreten und zu verfolgen, dabei aber auch lernen, die Interessen und Fähigkeiten der anderen Schülerinnen und Schüler zu akzeptieren und als Bereicherung wahrzunehmen. Unser Schulcurriculum ist auf Individualisierung und Differenzierung ausgerichtet. Bei der Gestaltung unseres Unterrichts orientieren wir uns an dem, was die Schülerinnen und Schüler bereits wissen und können, wofür sie sich in teressieren und wie sie lernen.
In den Klassen wünschen wir uns eine große Vielfalt unterschiedlicher junger Menschen. Wir selektieren nicht bei der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern und nicht während ihrer Bildungswege zu den Abschlüssen.

Mit binnendifferenziertem Unterricht gehen wir auf die unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler ein.
Aus Rückmeldungen der Eltern wissen wir, dass es tatsächlich Schülerinnen und Schüler gibt, die, unabhängig von ihrem Leistungsniveau, freiwillig in den Ferien an ihren Themen weiterarbeiten. In diesen Fällen können wir sagen: Ziel erreicht.

Binnendifferenzierter Unterricht verlangt von den Lehrerinnen und Lehrern, dass sie ihre Rolle als Lehrkraft anders verstehen als es bisher zumeist üblich ist. Sie müssen sich davon lösen, den Unterricht zentral zu steuern (Frontalunterricht), und Unterrichtsformen wählen, die ihnen die Möglichkeit geben, ihre Schülerinnen und Schüler beim Lernen zu begleiten. Unter diesen Voraussetzungen können sie sich der einzelnen Schülerin, dem einzelnen Schüler individuell zuwenden.

Klassenrat

Wochenplan

Fächerübergreifendes Unterrichten

Kognitive Landkarte

Projektunterricht

Lernen und Forschen an Bord

Instrumentalunterricht

Unser Theater

Lernen, das auf Bildung angelegt ist, bedeutet im Humboldtschen Sinn „Aneignung von Welt“. Es geht über den bloßen Erwerb von Wissen hinaus.

Wir verstehen die schulische Bildung als Entwicklungsprozess, in dem sich die Persönlichkeit der jungen Menschen ausbildet. Sie findet in der Gemeinschaft und im Austausch mit anderen Menschen statt und braucht Neugier, den Mut, etwas Neues auszuprobieren, Kreativität und Lernfreude. Denn Menschen können nur lernen, wenn sie keine Angst haben.
Als Club of Rome Schule wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern ein angemessenes Rüstzeug für das Leben nach der Schule mitgeben. Deshalb achten wir besonders auf die Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit. Wir legen großen Wert darauf, dass sie nachhaltig lernen, globale Zusammenhänge verstehen und fähig werden, ihre Erkenntnisse in
verantwortungsvolles Handeln umzusetzen (think global, act local).
Angesichts der Vielzahl von komplexen globalen Problemen halten wir es für sinnvoll, entsprechende Unterrichtsthemen nicht nach Fächern getrennt, sondern fächerübergreifend zu behandeln. Damit das in allen Klassenstufen funktioniert, stimmen wir unsere Unterrichtsplanung sehr sorgfältig ab.

„Wir begreifen Schule nicht nur als Ort des Lernens und Lehrens, sondern auch als Erleben und Gestalten von Gemeinschaft. Wir begegnen uns deshalb mit Respekt und nehmen Rücksicht aufeinander. Das heißt: Wir pflegen einen freundlichen und höflichen Umgangston, wir sind aufmerksam und ehrlich im Umgang miteinander, wir erkennen die Leistungen Anderer an und achten deren Meinung, wir dulden keine Gewalt gegen Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachen, wir bemühen uns in Konfliktsituationen um Ausgleich, wir üben Kritik sachlich und konstruktiv und ertragen selbst solche Kritik.“ (aus der Schulordnung)

Sehr wichtig für unser Schulleben ist die Küche, die täglich mehr als 450 Essen für die Kindergartenkinder, die Schülerinnen und Schüler und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zubereitet. Gekocht wird mit frischen Produkten aus überwiegend biologischem Anbau. Wie gut das Essen aus unserer Küche ist, erkennen wir daran, dass beachtliche 80 bis 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der Schule essen!

„Die wichtigste Vorgabe für unsere Schule sind die ihr anvertrauten Kinder, so, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen mögen. Darum stehen die Kinder im Mittelpunkt.“ (aus unseren pädagogischen Standards)

Zum Schuljahresbeginn und zum Halbjahreswechsel führen wir Elterngespräche, in denen wir eine mündliche Rückmeldung über den Leistungsstand des Kindes geben. Ab der 4. Klasse nehmen auch die Schülerinnen und Schüler an diesen Gesprächen teil.
Zusammen mit Portfolio-Mappen und schriftlichen Leistungsrückmeldungen zum Schuljahresende geben An der Lernwerft betrachten wir jedes Kind individuell, deshalb ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll, von allen Kindern bestimmte Leistungen zu bestimmten Zeitpunkten zu verlangen. Bei der Leistungsbewertung beziehen wir uns auf die individuell erbrachte Leistung, das heißt, wir orientieren uns an dem Lernweg, den das Kind zurückgelegt hat, und an dem Ergebnis, das es erreicht hat.

Bis zum letzten Pflichtschuljahr ergänzen wir Notenzeugnisse durch Lernentwicklungsberichte, die auch Auskunft über individuelle besondere Fähigkeiten und Begabungen geben.
Zum Schuljahresbeginn und zum Halbjahreswechsel führen wir Elterngespräche, in denen wir eine mündliche Rückmeldung über den Leistungsstand des Kindes geben. Ab der 4. Klasse nehmen auch die Schülerinnen und Schüler an diesen Gesprächen teil. Zusammen mit Portfolio-Mappen und schriftlichen Leistungsrückmeldungen zum Schuljahresende geben diese Gespräche den Eltern einen detaillierten Überblick über den Leistungsstand ihres Kindes. Gemeinsam besprechen wir, welche konkreten, konstruktiven Schritte möglich, sinnvoll oder nötig sind, um die Leistungen zu verbessern. Diese umfassende Leistungsrückmeldung macht Zensuren, die aus unserer Sicht weder für leistungsschwache noch für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler förderlich sind, verzichtbar. Sie widersprechen den Erziehungszielen und pädagogischen Inhalten unseres Unterrichts. Die Rückmeldungen sollen den Kindern helfen, ihr eigenes Verhalten und ihre Lernfortschritte im Unterricht einzuschätzen. Sie sollen die Kinder ermutigen, ihnen notwendige Lernschritte aufzeigen und ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln deutlich machen. Für die Eltern sollen sie nachvollziehbar und verständlich sein und aufzeigen, wie sie ihr Kind unterstützen können.

Eine gute Gemeinschaft stellt die Basis für ein bestmögliches Lern- und Arbeitsklima dar. Wir können dies erreichen, wenn wir uns gegenseitig achten, vertrauen und ermutigen, gemeinsam und in Verantwortung füreinander handeln, vor Unrecht nicht die Augen verschließen und jede Form von Engagement zum Wohle unserer Schule und der Gemeinschaft würdigen und fördern.
Notwendige Grundlage dafür ist das Anerkennen und Befolgen sozialer, organisatorischer und gesetzlicher Regeln.“ (aus der Präambel der Schulordnung)

Häufig beziehen wir die Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung des Unterrichts mit ein. Beispielsweise greifen wir ihre Vorschläge am Anfang einer Epoche auf und lassen sie in die Planung des Unterrichts einfließen. In Gruppenarbeit erwerben die Schülerinnen und Schüler Expertenwissen und übernehmen entsprechende Rollen im Unterricht. Sie koordinieren
die Arbeit der Gruppe, legen Verfahren, Zeiten und Regeln fest und achten darauf, dass diese eingehalten werden. Durch die Wochenplanarbeit lernen sie, sich erreichbare Ziele zu setzen. Sie planen und konzipieren selbstständig Projekte, die mehrere Wochen dauern. In der Oberstufe erstellen sie in Projektarbeit schließlich eine wissenschaftliche Arbeit.
Über den Schulalltag hinaus übernehmen die Schülerinnen und Schüler auch Verantwortung für das unmittelbare Umfeld der Schule.

Die Schule muss auch darin Vorbild sein, dass sie selbst mit dem gleichen Ernst lernt und an sich arbeitet, wie sie es den Kindern und Jugendlichen vermitteln will. Sie muss eine sich entwickelnde Institution sein und sich zugleich treu bleiben. Ihre Arbeit ist nie „fertig“, weil sie auf sich wandelnde Bedingungen und Anforderungen jeweils neu antworten muss. Ihre Qualität bemisst sich daran, was sie tut, um solche Antworten zu finden. Dazu braucht die Schule Freiraum und übernimmt Verantwortung: für Beobachtung, Kritik, Verständigung und Umsetzung der Ergebnisse in Reformarbeit. Sie muss in der Überzeugung arbeiten können, dass eine bessere Pädagogik nicht „von außen“ und „von oben“ verordnet, sondern jeweils neu mit dem Blick auf die Kinder und Jugendlichen „von innen“ und „von unten“ entwickelt werden muss.“ (aus unseren pädagogischen Standards)

Schon bei der Schulgründung ging vom Stiftungsrat der Bildungsstiftung Schleswig-Holstein der starke Impuls aus, in der Lernwerft von Anfang an ein Qualitätsmanagement zu entwickeln, um damit eine ganzheitliche Sicht auf die Schule zu ermöglichen. Zufriedenheitsbefragungen im Rahmen des Qualitätsmanagements zeigen uns wichtige „Baustellen“, aus denen Prioritäten für den Schulentwicklungsprozess abgeleitet werden.
Die Schule ist Mitglied im Netzwerk „Blick über den Zaun“, ein Verbund reformpädagogisch engagierter Schulen, der seine Vorstellungen von einer guten Schule in pädagogischen Standards formuliert hat. Die Standards operationalisieren und präzisieren unsere Vorstellung von einer guten Schule und dienen als Instrument zur Evaluation unserer Schule. Zuerst und vor allem sind sie aber ein Mittel der Selbstverständigung und Selbstverpflichtung.

Externe Evaluation findet an unserer Schule auf verschiedene Weise statt. Zu allererst gehören dazu die Besuche des Arbeitskreises aus dem Netzwerk „Blick über den Zaun“. Sie dienen der externen Evaluation und sind kriteriengeleitet. Den übergeordneten Prinzipien unseres Leitbilds liegen Standards für pädagogisches Handeln, schulische und systemische Rahmenbedingungen zu Grunde. Sie konkretisieren das Leitbild, beschreiben die nötigen Rahmenbedingungen und geben eine konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung des Leitbildes. Insofern stellt die Entscheidung, dem Netzwerk „Blick über den Zaun“ beizutreten, eine wichtige Weichenstellung für die Entwicklung unserer Schule dar.

Darüber hinaus fanden in den vergangenen Jahren (2011 – 2015) Evaluationen der Unterrichte sowie der Schulorganisation durch die staatliche Schulaufsicht statt.

Die Teilnahme an den VERA-Vergleichsarbeiten
stellt sicher, dass unsere Leistungsansprüche an denen anderer Schulen gemessen werden. Die so gewonnenen Ergebnisse liefern uns Hinweise darauf, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht.

Die Schulleitung priorisiert aus den Ergebnissen entsprechende Maßnahmen und prüft im Weiteren, ob und in welchem Maße Veränderungen eingetreten sind. Entscheidender Faktor für die Schulentwicklung ist allerdings die Arbeit des Kollegiums an der Entwicklung von Unterrichtsqualität. Dabei ist für uns die Orientierung an den Pädagogischen Standards eine zentrale Richtschnur, um die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel sicherzustellen.

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