BLICK ÜBER DEN ZAUN

Der Name „Blick über den Zaun“ ist Programm.
Schulen, die diesem Verbund angehören, sind neugierig auf das, was andere machen und wollen andere teilhaben lassen an dem, was sie selbst tun und was ihnen wichtig ist. Mit- und voneinander lernen: das ist der „Rote Faden“ dieser Besuche. Das Ziel ist hoch gesteckt: Maßstab sind die gemeinsam entwickelten und von allen bejahten „Standards für eine gute Schule“. Keine Schule kann sie alle zugleich erfüllen, aber alle wollen sich an ihnen orientieren und sich an ihnen messen lassen. Sie beruhen auf einem Leitbild, das die geteilten
Grundüberzeugungen in vier Bereiche auffächer

1. Den Einzelnen gerecht werden – individuelle Förderung und Herausforderung
2. „Das andere Lernen“ – erziehender Unterricht, Wissensvermittlung, Bildung
3. Schule als Gemeinschaft – Demokratie lernen und leben
4. Schule als lernende Institution – Reformen „von innen“ und „von unten“

Die Lernwerft Kiel ist diesem Schulverbund im Jahr 2009 nach ihrer Gründung beigetreten. Als Club of Rome-Schule fand sie ihre leitenden Orientierungsziele durch die Standards bestätigt „Die Würde des Individuums, das friedliche und sich gegenseitig befruchtende Zusammenleben der Kulturen, den Schutz der Umwelt und die Verantwortung des Einzelnen für sein Handeln“. Und sie wollte die Chance nutzen, als Schule, die sich ständig weiter entwickelt und an sich arbeitet, mit und von anderen zu lernen. Das tut sie seit Jahren.
Eine Werft ist eine Werkstatt. Wie viel Power, Kreativität und professionelles Können Werft-Arbeiter mitbringen, haben wir als Moderatorinnen der Langzeitfortbildung „Werkstatt Individualisierung“ erfahren. Das Lernwerft-Team hat die neuen Impulse nicht nur umgesetzt, sondern auch das Kollegium neugierig gemacht. So waren wir zweimal für je zwei Tage in der Schule und haben dort mit allen Lehrerinnen und Lehrern gearbeitet. Ziel war und ist, allen Schülerinnen und Schülern in ihrer Unterschiedlichkeit gerecht zu werden und sie zu bestmöglichen individuellen Leistungen zu ermutigen. In kurzer Zeit entstanden dort Aufgaben- und Unterrichtsbeispiele, deren Qualität uns immer wieder erstaunt hat. In einer
Schule in freier Trägerschaft, die hohe Ansprüche an sich selbst stellt und eine (oft kritische) Öffentlichkeit immer wieder neu überzeugen muss, können Lernfreude, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Teamfähigkeit gedeihen, kann anders als im traditionellen Gleichschritt unterrichtet werden, können Schülerinnen und Schüler in einer guten Gemeinschaft täglich lernen,
sich verantwortungsvoll einzubringen. Das haben wir bei unseren Blicken über den Zaun der Lernwerft immer wieder wahrnehmen können.

Ingrid Kaiser & Annemarie von der Groeben

aus der 10-Jahres-Broschüre der Lernwerft

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