Wahlpflichtunterricht

Bedeutung des Unterrichts

„Neugier, „Forschergeist“, Lernfreude und Ernst sind die Voraussetzungen für die aktive „Aneignung von Welt“, die den Kern von Bildung ausmacht. Die wichtigste Aufgabe der Schule ist, Lernen so anzulegen, dass daraus Bildung werden kann. Darum braucht Lernen Freiraum: die Freiheit der Schule, den Unterricht jeweils neu zu denken und auf Bildung anzulegen, Zeit und Freiheit für aktive Formen der Aneignung, für selbstständiges und selbsttätiges Lernen und eigenverantwortliches Handeln. Lernen braucht individuelle und gemeinsame Rückmeldung, Präsentation und gesellschaftliche Anerkennung von Ergebnissen.“[1]

Der Wahlpflichtunterricht soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, indem den Schülerinnen und Schülern neigungs- und begabungsorientierte Angebote gemacht werden, die ihnen die Möglichkeit geben, ihre individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem wird ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung sozialer, kommunikativer und methodischer Kompetenzen geleistet.

Umfang des Wahlpflichtunterrichts

            Der Wahlpflichtunterricht unterteilt sich an der Lernwerft in zwei Unterrichtsbänder:

            WPU I (7. – 10. Klasse)

Ende der 6. Klasse stehen die Schülerinnen und Schüler vor der Entscheidung, die zweite Fremdsprache (Spanisch) zu beginnen, oder zwischen dem Informatikunterricht zu wählen.

            WPU II (9./ 10. Klasse)

Den Schülerinnen und Schülern wird ein möglichst vielseitiges und anspruchsvolles Angebot gemacht, aus denen sie für ein Schuljahr einen Wahlpflichtkurs wählen müssen. Die Kurse setzen sich dabei aus zwei Modulen zusammen, wobei sich die Inhalte an den Schulprofilen und den Interessen der Schülerinnen und Schüler orientieren.

Regelungen zum Wahlpflichtunterricht

 

  1. Planung und Organisation des Wahlpflichtunterrichts liegen in der Verantwortung der Schulleitung. Ein Anspruch auf Einrichtung eines bestimmten Wahlpflichtangebotes besteht nicht.
  2. Die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen werden nach den Osterferien des laufenden Schuljahres über das Angebot der Wahlpflichtunterrichts II durch den Mittelstufenleiter informiert. Danach können sie bis zu drei Wünsche abgeben.

 

Bei der Wahl der Kurse ist Folgendes zu beachten:

  1. Alle Wahlpflichtmodule werden entsprechend benotet und die Ergebnisse werden im Zeugnis vermerkt.
  2. Der gewählte Wahlpflichtkurs, mit den geplanten Modulen, gilt für ein Schuljahr und kann aus organisatorischen Gründen im laufenden Schuljahr nicht mehr gewechselt werden.
  3. Schülerinnen und Schüler, die Ihre Wünsche nicht fristgerecht einreichen, werden auf die freien Plätze der Kurse verteilt.
  4. Sollten sich für einen Kurs zu wenige Teilnehmer finden, kann dieses Kursangebot zurückgezogen werden. Die Teilnehmer werden dann nach ihren anderen Wünschen eingeteilt.

Die Stufenleiter stellen die Kurse zusammen, wobei versucht wird, die Wünsche der Schülerinnen und Schüler weitestgehend zu berücksichtigen.

  1. An der Lernwerft wird der Wahlpflichtunterricht I vierstündig, von der 7. bis zur 10. Klasse erteilt. Damit der Wahlpflichtkurs „Spanisch als 2. Fremdsprache“ für die Oberstufe anerkannt werden kann, muss dieser Kurs durchgängig 4 Jahre belegt werden.
  2. Der Wahlpflichtunterricht II wird zweistündig in der 9. und 10. Klasse erteilt. Die Kurse stellen dabei keine Zulassungsvoraussetzung zu einem Profil in der Oberstufe dar.

Der Wahlpflichtunterricht wird zum Teil jahrgangsstufen- und bildungsgangübergreifend angeboten.

 

Allgemeines Kerncurriculum

 

  1. Die Themen des Wahlpflichtunterrichts sollen in besonderer Weise fächerübergreifend bzw. fächerverbindend angelegt sein sowie prozess- und handlungsorientiert unterrichtet werden.
  2. Das Angebot der zweiten Fremdsprache im WPU I ist verbindlich. Die dritte Fremdsprache wird ausschließlich im Rahmen des Sprachlichen Profils ab der Einführungsphase der Oberstufe angeboten. Ein möglicher Sprachkurs im Wahlpflichtunterricht II dient lediglich der Orientierung der Schülerinnen und Schüler.
  3. Die Kurse des WPU II laufen über ein Schuljahr und werden in zwei Module unterteilt, zwischen denen im Halbjahr gewechselt wird. Beide Module werden getrennt bewertet und im Zeugnis als eigenständige Leistungen vermerkt.

In der Regel bietet die Lernwerft aus den drei, der im Folgenden genannten Fachbereiche, mindestens je ein Wahlpflichtkurs an:

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT)
  • Gesellschaftswissenschaften
  • Ästhetische Bildung
  • Sprachen

Im Rahmen des schulischen Förderkonzepts können zusätzlich Angebote außerhalb der genannten Fachbereiche gemacht werden.

[1] Aus den Standards des „Blick über den Zaun“

Wir speichern Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close