Sie haben eine ganz gezielte Frage zur Organisation der Lernwerft? Oder möchten noch mehr Details zu einem bestimmten Konzeptpunkt nachlesen? Auf dieser Seite haben wir für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.
Schulorganisation
- Wie viele Klassen gibt es?
- Was für eine Schulform ist die Lernwerft?
- Wie sind die Aufnahmekriterien?
- Wie hoch ist das Schulgeld?
- Wo ist die Lernwerft?
- Wer ist Träger der Lernwerft?
- Gibt es zusätzliche Kosten?
Schulkonzept
- Wie lange dauert die schulische Ausbildung?
- Wie steht die Lernwerft zu schulischen Leistungen?
- Was versteht die Lernwerft unter ganzheitlicher Bildung?
- Gibt es Zeugnisse?
- Kann man sitzen bleiben?
- Wie können sich Eltern beteiligen?
- Kann man von anderen Schulen zur Lernwerft wechseln?
- Kann man von der Lernwerft auf andere Schulen wechseln?
Lerninhalte
- Welche Fächer gibt es?
- Gibt es zusätzliche Angebote?
- Welchen Stellenwert hat die Musik?
- Was heißt bewegte Schule?
- Was ist Myrtel und Bo?
Schulorganisation
- Wie viele Klassen gibt es?
In den ersten drei Jahren ihres Bestehens startet die Lernwerft mit jeweils einer 1. und einer 5. Klasse. Ab dem Schuljahr 2009/2010 dann mit jeweils zwei 1. und zwei 5. Klassen. - Was für eine Schulform ist die Lernwerft?
Die Lernwerft wird eine einheitliche Schule von der ersten bis zur zwölften Klasse. - Wie sind die Aufnahmekriterien?
Da die Lernwerft eine soziale, kulturelle und kognitive Heterogenität anstrebt, soll der Zugang zur Schule allen Eltern, Schülerinnen und Schülern grundsätzlich offen stehen. Die Entscheidung über die Aufnahme wird von der Schulleitung getroffen. Sie hängt wesentlich von der Identifikation der Eltern mit den Erziehungszielen der Schule ab. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern ist das Ziel. - Wie hoch ist das Schulgeld?
Das Schulgeld für die Lernwerft beträgt 150,00 Euro pro Monat und Kind. Hinzu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr von 150,00 Euro pro Kind. - Wo ist die Lernwerft?
Die Lernwerft ist in den Räumen der ehemaligen Heinrich von Stephan Schule untergebracht: in Kiel-Friedrichsort am Skagerrakufer 5. - Wer ist Träger der Lernwerft?
Schulträger ist eine gemeinnützige GmbH, deren alleiniger Gesellschafter die Bildungsstiftung Schleswig-Holstein ist. - Gibt es zusätzliche Kosten?
Für die schulische Betreuung werden keine weiteren Kosten anfallen. Zusätzliche Angebote, wie z. B. die Betreute Grundschule, müssen allerdings auch zusätzlich bezahlt werden. Hier steht die Beitragshöhe zurzeit noch nicht fest.
Schulkonzept
- Wie lange dauert die schulische Ausbildung?
Das kommt ganz auf den Abschluss an: Der Hauptschulabschluss ist nach neun Jahren möglich, der Realschulabschluss nach zehn Jahren. Bis zur Fachhochschulreife dauert es elf Jahre, bis zum Abitur zwölf. Jede Abschlussprüfung kann einmal wiederholt werden. - Wie steht die Lernwerft zu schulischen Leistungen?
Die Lernwerft verfolgt einen hohen Leistungsanspruch mit neuen, individualisierten und nicht-selektiven Lernmethoden in Form eines Ganztagsunterrichts. Leistungsverständnis und Leistungsbewertung beziehen Prozess und Ergebnis des Arbeitens bei der Beurteilung mit ein. Darüber hinaus erfüllt die Lernwerft auch sämtliche Leistungsansprüche der staatlichen Lehrpläne. - Was versteht die Lernwerft unter ganzheitlicher Bildung?
Die Lernwerft sieht Musik und Bewegung als unaustauschbares Grundphänomen menschlichen Lebens an. Bewegungs- und Musikkompetenz sind wichtige Teile der Grundbildung der ganzen Person. Deshalb sind leibliches sowie musisches Erfassen der Welt und bewegungsaktives sowie musisches Weltverstehen Teil des Unterrichts. - Gibt es Zeugnisse?
Ja, es gibt Zeugnisse. Allerdings werden sie durch Lernentwicklungsberichte zu individuellen Fähigkeiten und Begabungen ergänzt. Darüber hinaus fördern wir die Leistungsbereitschaft unserer Schüler mit individuellen Förderprogrammen und durch Zertifikate zu unterschiedlichen Lernfeldern und zu persönlichen Stärken, wie z. B. Zivilcourage. - Kann man sitzen bleiben?
Die Lernwerft vertritt das Prinzip, dass Schüler bis zur 10. Klasse nicht sitzen bleiben, denn die soziale Stabilität des Klassenverbands und die altersgerechte Stoffvermittlung sind entscheidend für die Lernerfolge aller Beteiligten. Unterschiedliche Leistungsniveaus innerhalb von Teams sind sogar hilfreich, denn die Schnelleren lernen, Verantwortung zu übernehmen und ihr Wissen so zu vermitteln, dass andere es verstehen. Und die Langsameren können sich durch die Zusammenarbeit im Team schneller verbessern. Selbstverständlich sind Schulabschlussprüfungen davon ausgenommen. Diese müssen bei Nichtbestehen einmal wiederholt werden. - Wie können sich Eltern beteiligen?
Die Lernwerft wird einen „Beirat” gründen, dem gemeinsam mit der Schulleitung auch Vertreter der Lehrerschaft und Schülerschaft, Eltern, Partner der Schule und Vertreter derBildungsstiftung Schleswig-Holstein angehören sollen. Die Aufgaben dieses Beirats sollen in Anlehnung an vorliegende Konzeptionen und internationale Beispiele in den ersten beiden Jahren des Entstehens geklärt und festgelegt werden. - Kann man von anderen Schulen zur Lernwerft wechseln?
Ja, eine Aufnahme in die laufenden Klassen ist grundsätzlich möglich, da die Bildungsgänge der Lernwerft kongruent zu denen der staatlichen Schulen sind. Ab Klasse zehn kann eine Aufnahme von Schülern von einem G8-Gymnasien erfolgen. Bei guten Leistungen ist das auch von einem G9-Gymnasium oder von einer Realschule nach Klasse zehn möglich. - Kann man von der Lernwerft auf andere Schulen wechseln?
Ja, da dem Unterricht der Lernwerft die Lehrpläne für die Grundschule sowie für das Gymnasium (G8) zu Grunde liegen, ist ein Wechsel jederzeit möglich.
Lerninhalte
- Welche Fächer gibt es?
Die Ausbildung orientiert sich an den schleswig-holsteinischen Lehrplänen. Die Lernziele werden nicht mehr nur im klassischen Fachunterricht erreicht, sondern auch im fächerübergreifenden Unterricht. Deshalb ist der 45-Minuten-Takt weitgehend aufgehoben. - Gibt es zusätzliche Angebote?
Das Unterrichtsangebot der Lernwerft wird u. a. durch Praktika, sportliche Angebote (Schwerpunkt: Segeln) und Theaterspiel ergänzt. Mit verschiedenen Unternehmen und Bildungseinrichtungen werden Kooperationsverträge geschlossen. Darüber hinaus gibt es eine Betreute Grundschule. - Welchen Stellenwert hat die Musik?
Der Musikunterricht der Lernwerft geht über die Lehrplanvorgaben hinaus. In fächerübergreifenden täglichen Angeboten wird eine musikalische Früherziehung gefördert. Verbindungen zu anderen Fächern bieten sich vor allem in den Bereichen Kunst, Sport, Darstellendes Spiel und Deutsch an. Darüber hinaus ist das praktische Erlernen von Musikinstrumenten ein wesentliches Anliegen der Lernwerft. Die Angebote der Offenen Ganztagsschule ergänzen diese musikalische Erziehung. - Was heißt bewegte Schule?
Neben der Musik bildet die Bewegung ein wesentliches Grundphänomen im menschlichen Leben. Bewegung ermöglicht Kindern, ganz besonders im Grundschulalter, einen mit sinnlichen und emotionalen Erfahrungen geprägten Zugang zur Welt. Es entstehen Vorstellungen von der Welt, in die sich Kinder hinein entwickeln. Sich bewegen können und durch Bewegung den Körper erleben, sind wesentliche Schritte auf dem Weg zur Identität und in die Selbstständigkeit von Kindern.
Im Zusammenhang mit zunehmenden Auffälligkeiten und Lernstörungen bei Kindern gewinnen die Folgen von Bewegungsmangel zunehmend an schulischer Relevanz.
Der Unterricht enthält neben dem Sportunterricht tägliche Bewegungszeiten als feste Bestandteile, in denen rhythmisches Bewegen und koordinative Fähigkeiten geübt werden. Hier finden Kinder Gelegenheiten zum freien Bewegen, bei dem es kein „richtig” und bdquo;falsch” gibt.Ein bewegungsorientiertes Schulverständnis erfordert eine Veränderung der Lernumgebung. Bewegung wird in fächerverbindende und -übergreifende Lernzusammenhänge gebracht.
- Was ist Myrtel und Bo?
Das Lehrwerk „Myrtel und Bo” ist als ein komplexes System konzipiert worden, das den speziellen Leistungsbereich Schriftspracherwerb für den Grundschulunterricht aufbereitet und gleichzeitig die kindliche Persönlichkeit unter ganzheitlichem Aspekt fördert. Es handelt sich um ein ausgewogenes, leistungsbezogenes System – ausgewogen in der Ansprache und Förderung einer Vielzahl von Verhaltensbereichen und leistungsbezogen in der zielgerichteten Förderung der Lese-, Schreib- und Sprachfähigkeit.